Geschichte der IGA

Geschichte der IGA

Gekürzter Text von Anton Achermann, Richenthal (Alt-Verwaltungsrat-Präsident) anlässlich des 40 Jahre Jubiläums der IGA

Das Gründungsdatum vom 21. Mai 1970 ist die Taufe der IGA, Interessengesellschaft für gesunde Schweine AG, nicht aber der Anfang der Tätigkeit in der Schweinevermarktung.

Bereits am 18. Juli 1966 wurde die IG, Interessengemeinschaft schwedisch sanierter Betriebe von 15 Mitgliedern gegründet. Der schlechte gesundheitliche Zustand der Schweine war damals die Hauptsorge der Schweinehalter. Aus diesem Grunde ist  ein Jahr zuvor der SGD gegründet worden. Der Handel mit sogenannt sanierten Tieren erwies sich als sehr schwierig. Überall lauerte die Gefahr von Reinfektionen. Die sanierten Betriebe mussten die Vermarktung selber an die Hand nehmen.

Am Anfang war die IG eine reine Vermittlungsstelle. Die Mastjager wurden direkt vom Züchter zum Mäster vermarktet. Dabei kassierte der Züchter beim Mäster den Geldbetrag direkt ein. Der aktuelle Kilopreis wurde jeweils in der Fachzeitschrift Landwirt veröffentlicht.

Der Vermittlungsstelle musste ein Betrag von Fr. 3.- abgeliefert werden. Der Transport erfolgte direkt mit eigenen oder gemieteten Fahrzeugen. Sämtliche gehandelten Jager wurden gewogen und nach Gewicht bezahlt. Dies war für die damalige Zeit ein Novum.

Der Schlachtschweinehandel wurde erst ab 1970, also nach der Gründung der IGA, nach mühsamen Verhandlungen aufgenommen. Den Protokollen zu Folge war es offenbar schwierig, als Neuling akzeptiert zu werden. Für bessere Qualität einen höheren Preis bezahlen - das war neu.

Bereits drei Monate später, am 21. Mai 1970 war die Gründungsversammlung unserer heutigen IGA. 56 Aktionäre, von denen 45 anwesend waren, zeichneten ein Aktienkapital von Fr 100'000.- Damit wurde der Grundstein für die bis heute erfolgreiche finanzielle Liquidität geschaffen. Im Zeitungsbeitrag der damaligen Fachpresse hiess es wörtlich: „Mit der IGA Sursee besitzt die Landwirtschaft eine Unternehmung, die bereit ist, auf dem Schweinesektor problemgeladene Zukunftsaufgaben zu übernehmen.“

Das Selbstbewusstsein kam nicht von ungefähr. Man hatte einige Trümpfe in der Hand, die man sehr geschickt einsetzte. Priorität der Geschäftspolitik war schon damals, die Gesundheit und Qualität der Zucht-, Mast- und Schlachtschweine auf allen Ebenen zu fördern. Das war neben der Motivation zugleich die stärkste Werbung.

Schon zum damaligen Zeitpunkt hatte die IGA mit den Gebr. Hartmann, Schinznach, der Strafanstalt Wauwilermoos, Egolzwil und Anton Zwimpfer, Oberkirch die wohl schweizweit führendsten drei VLS -Remontierungsbetriebe in den eigenen Reihen. Mit diesen Betrieben konnte sehr schnell eine bedeutende Qualitätssteigerung erreicht werden, was wesentlich zum erhofften Erfolg beigetragen hat. Die MLP-Resultate von der Mastprüfungsanstalt in Sempach bestätigten laufend die guten Resultate.

Das finanzielle Engagement für die Zuchtförderung und die Gesundheit dürfen als Markenzeichen der IGA gewertet werden. Die züchterischen Anstrengungen werden mit Qualitätsbezahlungen und Anreizsystemen honoriert.

Neben dem ausgesprochenen Qualitätsbewusstsein in der Geschäftspolitik legte und legt man stets grossen Wert auf:

  • Beratung der Züchter und Mäster
  • Organisation und Durchführung der Transporte, ohne eigene Fahrzeuge
  • Freie Futterwahl (fördert die Unabhängigkeit und Eigeninitiative)
  • Zuverlässige, transparente Abrechnungen und ein promptes und schnelles Bezahlungssystem

Bauerndichter Friedrich Wälti hat 1987 für die IGA ein längeres Gedicht geschrieben. Daraus die vier letzten Zeilen:

Zufriedene Schweine und gesunde,
sind mit der IGA stets im Bunde.
So wünsch ich auf jeden Fall,

Euch allen recht viel Glück im Stall!